Institutum Bilinense

Das Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Heimatkreisvereins Bilin e. V. in Gerolzhofen /Unterfranken. In Erinnerung an die verlorene Heimat, der „Provincia Bilinense“, trägt das Institut den Namen „Institutum Bilinense“. Zu seinen Aufgaben gehören vor allem die Förderung der heimatkundlichen Forschung der Kur- und Badestadt Bilin, des Kreises Bilin und des Böhmischen Mittelgebirges sowie die Zusammenarbeit mit den tschechischen Bürgervereinen in Bilina und Mukov.

Die Arbeit des Instituts vollzieht sich in Projekten, die den Zielen des Vereins entsprechen und mit dem Vereinsvorstand abgestimmt sind. Das jeweilige Projekt verantwortet in seiner Zielsetzung und Realisierung ein Projektleiter, der Mitglied des Heimatkreisvereins Bilin ist. Das Projekt wird von dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts begleitet. Eine Geschäftsordnung regelt die Arbeitsweise des Instituts.

Dem „Institutum Bilinsene“ steht jeweils ein geschäftsführender Direktor vor, der jeweils für zwei Jahre aus dem Kreis der Beiratsmitglieder gewählt wird. Das Institut leitet seit 2007 Prof. Dr. Hermann Bluhme. Ihm zur Seite stehen die vom Vereinsvorstand bestellten Beiratsmitglieder: Prof. Dr. Georg Wodraschke, Dr. Alois Hartmann, Dipl. Kaufmann Hans-Werner Wanie, Holger Czapski M.A., Versicherungsmakler Harald Hauptvogel und Wolfgang Wodraschke als 1. Vorsitzender des Heimatkreisvereins Bilin.

Die Arbeit des Instituts umfasst zur Zeit folgende Projekte:

Projekt 1 Weiterer Ausbau der Heimatkreisbibliothek

Die Katalogisierungsarbeiten der rund 3000 Bände sind im Jahre 2010 mit der Veröffentlichung des Gesamtkatalogs abgeschlossen. Der Katalog wurde von den Professoren Blume und Wodraschke erstellt und erscheint im Herbst in der Reihe des Instituts als Band 4. Mit der Veröffentlichung des Katalogs, eventuell auch im Internet, endet das Projekt.

Projekt 2 Pflege der Homepage des Heimatkreisvereins

Viele heimatkundliche Informationen über die verlorene Heimat sowie zahlreiche Nachrichten über das Vereinsleben wurden bisher über die Vereinszeitschrift „Borschen-Echo“ übermittelt. Seit 2008 geschieht diese Information und Kommunikation auch über das Internet. Die jederzeit einzusehende Homepage des Heimatkreisvereins Bilin, www.heimatkreis-bilin.de, wird zunehmend von den einzelnen Mitgliedern und anderen Usern zur Information genutzt. Für das Gelingen einer noch besseren Kommunikation im Verein ist es wichtig, dieses Informationssystem vermehrt sowohl durch einen eigenen Internetzugang in den Vereinsräumen zu installieren als auch durch möglichst viele Internetanschlüsse bei den Mitgliedern zu gewährleisten. Die Redaktionsarbeit für den Internet-Auftritt geschieht in Zusammenarbeit mit dem 1. Vorsitzenden durch das Institut. Als Web-Master fungiert die Informationsingenieurin Sarah Bluhme.

Projekt 3 Themenkatalog der Periodika

Bei der Erstellung des Gesamtkatalogs zeigte sich, dass zusätzlich die Erfassung und die Katalogisierung der zahlreich vorhandenen Zeitungen, Zeitschriften und Kalender sinnvoll und erforderlich sind. Diese Schriften enthalten eine Fülle von Inhalten aus der heimatlichen Kultur und dem alltäglichen Leben vor der Vertreibung. Die systematische Sichtung und inhaltsanalytische Aufarbeitung dieses Kulturgutes sind vorrangig in die Wege zu leiten, da die oft aufschlussreichen Beiträge dieser Schriften häufig ungebunden, lose verstreut und unübersichtlich aufbewahrt und nicht inhaltlich erschlossen sind. Zudem bedürfen sie in vielen Fällen der Restaurierung. Zur Finanzierung des Projektes sind Sponsorenmittel erforderlich.

Projekt 4 Jugendaustausch

Unter Leitung des Historikers Holger Czapski wurde im Jahre 2009 ein multilateraler Jugendaustausch beim europäischen Jugendprogramm „Jugend in Aktion“ zur Förderung beantragt. Vorgesehen waren informelle Jugendbegegnungen mit deutschen, tschechischen und österreichischen Jugendlichen. Hierfür wurden deutsche Jugendliche gewonnen, deren Eltern und Großeltern aus Böhmen stammen. In drei Begegnungstagen sollten sich die Jugendlichen zuerst in Bilina, später in Gerolzhofen und Wien treffen, um interkulturelle Erfahrungen auszutauschen und einander näher zu kommen. Leider wurde dieses mit großem Engagement geplante Vorhaben nicht gefördert. Zur Zeit bemüht sich der Projektleiter, das Vorhaben in einem anderen organisatorischen Rahmen in den Jahren 2010/2011 zu verwirklichen.


Das Institut ist postalisch über die Geschäftsstelle des Heimatkreisvereins Bilin zu erreichen.

Publikationen